Kurzarbeit, Corona-Hilfen, Gastronomie

Für Arbeitnehmer, Gastronomiebetriebe und Unternehmen soll es in der Corona-Krise neue milliardenschwere Hilfen geben. Das Kurzarbeitergeld soll erhöht werden. Zugleich wird auch die Bezugsdauer des Arbeitslosengelds verlängert. Die in der Krise besonders belasteten Gastronomiebetriebe bekommen Steuererleichterungen.

Ein Überblick über die Beschlüsse:

Anhebung des Kurzarbeitergeldes

Aktuell bekommen Beschäftigte ohne Kinder 60 Prozent und Beschäftigte mit Kindern 67 Prozent Kurzarbeitergeld. Das soll nun angehoben werden. Für diejenigen, die es für eine um mindestens 50 Prozent reduzierte Arbeitszeit beziehen, soll es ab dem 4. Monat des Bezugs auf 70 Prozent beziehungsweise 77 Prozent für Haushalte mit Kindern und ab dem 7. Monat des Bezuges auf 80 Prozent beziehungsweise 87 Prozent für Haushalte mit Kindern steigen. Geplant ist das vorerst bis Ende 2020. Außerdem werden bereits bestehende Hinzuverdienstmöglichkeiten erweitert.

Arbeitslosengeld soll verlängert werden

Die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I soll um drei Monate verlängert werden für diejenigen, deren Anspruch zwischen dem 1. Mai und 31. Dezember 2020 enden würde.

Gastronomie: MwSt. auf 7 Prozent (für Speisen)

Die Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie wird laut Beschluss ab dem 1. Juli befristet bis zum 30. Juni 2021 auf den ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent gesenkt. Bisher gilt für Speisen, die vor Ort verzehrt werden der Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Für Gerichte zum Mitnehmen fallen in der Regel nur 7 Prozent an. Achtung, das gilt nur für Speisen – nicht für Getränke.

Nachbesserung bei Wirtschaftshilfen

Zusätzlich zu den bisherigen Hilfsprogrammen sind steuerliche Entlastungen für kleine und mittelständische Unternehmen geplant. Konkret geht es um die sogenannten Verlustverrechnung. Absehbare Verluste für dieses Jahr sollen mit Steuer-Vorauszahlungen aus dem vergangenen Jahr verrechnet werden dürfen.

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